Sommergarten Materialien

Holz, Glas & Aluminium

Das passende Material

für Ihren Sommergarten

Ein Sommergarten ist grundlegend anderes konstruiert als ein Wintergarten. Dieser ist nicht mit einer Isolier-Verglasung ausgestattet, nicht beheizt und häufig auch bewusst nicht luftdicht.

 

Diese Eigenschaften führen zu ganz besonderen Anforderungen an das Sommergarten Material, aus dem ein unbeheizter Wintergarten hergestellt wird. Grundsätzlich gibt es Einflüsse, die sich aus dem Bau von Terrassendächern und Wintergärten gleichen. Schneelasten und Windlasten sind zum Beispiel beim Sommergartenbau genau so zu berücksichtigen, wobei diese sich vorwiegend auf den Aufstellungsort und dessen Gegebenheiten beziehen.

Andere Faktoren wiederum beeinflussen ein Sommergarten-Glashaus wesentlich stärker. Speziell die Luftfeuchtigkeit ist besonders zu berücksichtigen. Diese kann das ganze Jahr über ungehindert in den Innenraum eindringen. Auch die Kondensatbildung bleibt bei bestimmten Witterungsbedingungen nicht aus. Dies geschieht insbesondere dadurch, dass der Sommergarten nicht dauerhaft beheizt wird und die Verglasung nicht isoliert ist.

Beide Eigenschaften sind durchaus gewollt, damit sich der Glas-Anbau bei Sonnenein- strahlung selbstständig erwärmt. Allerdings ist dieser dadurch auch den klimatischen Bedingungen und vor allem einem schnellen Wetterumschwung stärker ausgesetzt. Feuchtigkeit und Kondensat können sich an der Verglasung bilden.

 

Zusammengefasst gilt es diese Punkte bei der Materialwahl zu berücksichtigen. Soll ein Sommergarten aus Aluminium oder ein Holz-Sommergarten errichtet werden? Falls die Wahl auf Holz fällt, spielt die Holzart eine wichtige Rolle. Eine Übersicht der gängigsten Materialien für Kaltwintergärten stellen wir Ihnen nachfolgen zur Verfügung.

Brettschichtholz (Leimholz)

Ein Sommergarten aus Holz klingt nach einer sehr natürlichen Materialwahl. Wer ein transparentes Glashaus im Garten errichtet, möchte meistens die Nähe zur Natur genießen. Hierfür bietet sich ein natürliches Baumaterial wie Holz perfekt an. Holz als Leimholz (Brettschichtholz) ist zum Bauen von Glas-Konstruktionen wie Wintergärten oder Terrassenüberdachungen sehr gut geeignet.

 

Doch wie steht es in Bezug auf Sommergärten mit diesem Material? Die Holzart ist entscheidend. Sommergärten sind der Umgebungsfeuchtigkeit schonungslos ausgesetzt. Verstärkt wird dieser Umstand sogar noch durch die Kondensatbildung im Inneren des Sommergartens. Dieser ist, wie schon oben erwähnt, weder beheizt noch gedämmt. Für die Nutzung stellt dies eher selten ein Problem dar, da bei einem gut geplanten Kaltwintergarten großzügige Öffnungen, wie Schiebetüren oder Fenster, zum Lüften vorhanden sind. Die Möglichkeit der ausreichenden Belüftung kann aber trotzdem nicht immer gegeben sein – vor allem wenn durch Abwesenheit
niemand zu Hause ist. Deshalb ist es wichtig, dass ein Holzsommergarten von Natur aus mit den Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen gut zurechtkommt.

Empfehlenswert sind Hölzer, welche wenig Probleme mit Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen haben. Dies trifft weniger auf Hölzer wie zum Beispiel Fichte oder Kiefer zu. Diese sind wesentlich anfälliger für Witterungseinflüsse und sollten daher im Sommergarten nicht zum Einsatz kommen. Ein dauerhaftes, widerstandsfähiges Holz aus heimischen Bereichen, wie zum Beispiel Lärche, kann mit diesen Einflüssen wesentlich besser umgehen. Auch mit einem Hartholz wie Meranti trifft man eine sehr gute Wahl für die Anforderungen bei in einem Holz Kaltwintergarten.

Für eine lange Lebensdauer ist neben der Holzart auch die Holzbehandlung verantwortlich. Entscheidend ist vorwiegend die richtige
Oberflächenbehandlung des Holzes. Damit keine Feuchtigkeit im Holz eingeschlossen werden kann, sollten grundsätzlich nur diffusionsoffene Farben angewendet werden. Durch die Verwendung dieser Farben hat das Holz die Möglichkeit Feuchtigkeit aufzunehmen, wenn diese erhöht aufkommt und gleichzeitig auch wieder abzugeben, sofern sich die Luftfeuchtigkeit wieder verringert. Dieser Vorgang ist ein äußerst wichtiger Faktor, der neben dem Holzschutz noch weitere Vorteile mit sich bringt. Durch die Kompensation von Feuchtigkeitsschwankungen fungiert das Holz als eine Art natürlicher Puffer und sorgt daher für ein angenehmes Raumklima und weniger Schwitzwasser.

 

Warum wird für einen Sommergarten als Terrassenüberdachung Leimholz / Brettschichtholz verwendet? Das natürliche Material ist für den Einsatz in einer naturnahen Umgebung bestens geeignet. Vor allem die Verwendung als Brettschichtholz, auch Leimholz genannt, verringert das natürliche Arbeiten des Holzes. Dieser Punkt ist von besonderer Bedeutung, da bei einer Holz-Glas-Konstruktion der sogenannte Drehwuchs verhindert werden muss. Würde dieser auftreten, kommt es zu ungewollten Spannungen, wodurch das Glas Schaden nehmen würde.

 

Sehr entscheidend für die Langlebigkeit, die Stabilität und natürlich auch die Optik, ist die Wahl und die Qualität des verwendeten Holzes. Hier gibt es sehr viele Unterschiede – immerhin existieren weltweit ca. 40.000 verschiedene Holzarten. Welches ist am besten für einen Sommergarten geeignet? Worin bestehen die Unterschiede? Hierbei muss man unterscheiden und abwägen wie stark, und ob, das Material einer direkten Bewitterung ausgesetzt ist. Bei einer reinen Holzkonstruktion ist es nun mal gegeben, dass Sonnenlicht und Regenwasser die Bauteile erreicht. Des Weiteren sollte dafür gesorgt werden, dass die Feuchtigkeit die gewissen Bauteile auch wieder rückstandslos abtrocknen kann. Stehende Nässe kann ein noch so resistentes Holz über Jahre beschädigen.

Holz / Aluminium kombiniert

Durch die Option einen Sommergarten aus Holz mit dem Baustoff Aluminium zu kombinieren, schafft man noch weitere Vorteile. Die außenliegenden Bauteile und Profile werden durch Aluminiumbauteile ersetzt bzw. abgedeckt. Die innen liegende Konstruktion, die durch das Dach bzw. die Seitenteile vor der Witterung geschützt ist, wird in Holz ausgeführt bzw. nicht abgedeckt.

 

Durch diese kluge Materialkombination können auch Holzarten eingesetzt werden, die ansonsten nicht zu Verfügung stehen. Ein konkretes Beispiel ist die Furnierbuche. Dieses Holz darf auf keinen Fall einer direkten Wettersituation ausgesetzt werden. Durch die Möglichkeit der Abdeckung der Profile mit Aluminium kann Furnierbuche aber trotzdem für einen Holz-Aluminium-Sommergarten verwendet werden.

 

Ein weiterer Vorteil ist die optionale, unterschiedliche Farbgestaltung der Holzbauteile und Aluminiumbauteile von einem Kaltwintergarten. Dadurch eröffnen sich vor allem besondere Design Aspekte, die individuelle Wünschen ausreichend Raum geben. Einige Beispiele dafür finden Sie hier.

 

Auch bei einem Holz-Aluminium Sommergarten besteht der überwiegende Teil der Konstruktion aus Holz. Dadurch ist auch bei dieser Bauform ein Teil Nachhaltigkeit und Natürlichkeit gewahrt. Gleichzeitig ist der Pflegeaufwand und Witterungschutz zum größten Teil reduziert worden.

Ein Sommergarten aus Holz und Aluminium | Ratgeber SchulzeBraak
Sommergarten aus der Materialkombination Holz und Aluminium

Aluminium

Ein reiner Aluminium Sommergarten besticht durch seine moderne Form und ist daher eine sehr filigrane Variante eines Kaltwintergartens. Es werden teilweise auch die Begriffe Glashaus und Glasoase als Synonyme für den Sommergarten verwendet. Letztendlich beschreiben diese Begriffe aber alle die gleiche Bauform.

 

Eine klare Linienführung, die pulverbeschichteten Aluminiumprofile sowie eine solide und stabile Konstruktion machen diese Glashaus-Variante zu einem sehr hochwertigen Objekt. Die bereits angesprochene Kondensatbildung und die Feuchtigkeitsschwankungen machen dem Aluminium-Bauteilen nichts aus.

 

Durch die ausschließliche Verwendung von hochwertigem Alu-Rohmaterial, mit besonders hoher Reinheit, geht die Korrosion der Bauteile auch über Jahrzehnte hinweg gegen Null. Es kann sich auch kein Rost oder ähnliche durch Sauerstoffoxidation entstehenden Prozesse bilden.

 

Wichtig bei einem Anbau aus Aluminium ist die Verwendung von Edelstahl-Verschraubungen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass das Überspringen von Rostansätzen, was es bei einer normalen Verschraubung passieren kann, nicht möglich ist. Auch das Austreten von oxidierten Metallspänen ist bei Edelstahl Schrauben nahezu unmöglich.

 

Ein jeder Sommergarten ist nur so gut wie seine einzelnen Bauteile. Durch die Unfähigkeit von Aluminium Feuchtigkeit aufzunehmen und dadurch zu kompensieren, sollte das Thema der Sommergarten Belüftung bei reinen Aluminium Objekten immer etwas stärker in den Fokus rücken. Hier sollte man möglichst versuchen großzügige Öffnungsmöglichkeiten einzuplanen. Durch die Verwendung filigraner Ganzglas-Schiebetüren oder Schiebe-Dreh-Türen lässt sich dies auch besonders gut umsetzen. In manchen Fällen kann eine zusätzliche Belüftung zum Beispiel als Dauerlüftung im Dachbereich hilfreich sein.

Sommergarten aus dem Material: Aluminium / Metall in der Farbe anthrazit | Ratgeber SchulzeBraak
Sommergarten aus dem Material Aluminium